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mikritische Matrix |
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Eigenfarbe hellgrau |
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Verwitterungsfarbe beige à es sind Tonminerale vorhanden |
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muscheliger Bruch |
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z. T. ellipsoide Flecken (Durchmesser 2 mm bis 6 mm) à metamorphe Überprägung bituminösen Materials |
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ritzt den Hammer à Quarz ist enthalten |
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Ammonitenfund à Lias / Dogger |
mikritische Matrix |
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Bruchfarbe hellgrau |
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Verwitterungsfarbe beige à Tonminerale |
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HCL-Probe: kalkiger Mergel |
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dunkle Flecken (7 mm bis 8 mm) à Bioturbation |
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ritzt den Hammer à Quarz enthalten |
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Wechsellagerung mit Kalkstein: periodische Temperaturschwankungen |
Kieselige Grundmasse (ritzt den Hammer) |
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Bruchfarbe rot-braun |
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Verwitterungsfarbe s chwarz |
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Calcitlinsen |
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Entstanden aus Kieselschwämmen à nur geringe Mächtigkeit, nicht flächig |
im gesamten Profil Wechsellagerung von Kalkstein, Mergel und Hornstein |
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Generalstreichen 20°-30°/40° W |
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Schieferung beim Mergel steiler als sedimentäre Schichtung à normale Lagerung |
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Ammonitenfund: Lias / Dogger |
große Mächtigkeiten von Mergel und Kalkstein (10 cm bis 50 cm) |
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linsenförmige Hornsteine (Hornsteinschwämme) |
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Verfaltungen innerhalb der Hornsteinlagen: syn- bis episedimentäre Rutschungen |
starke Verwitterung des Mergels |
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Hangschutt mit geringer Mächtigkeit |
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Kalkstein, stark fleckig |
Abnahme der Mächtigkeit des Mergels von Ost nach West |
massige Kalkschlammrutschungen mit Mergel, aber stark verquetscht und nicht mehr sichtbar (slumping structures, mega-slumps) |
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in regelmäßiger Abfolge auftretende Störungen |
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danach befindet sich die Schichtung wieder im Generalstreichen und fallen |
Fossilschutt |

Das hier aufgenommene und beschriebene Profil beginnt nördlich des
Rifugio auf einer Höhe von 1140 Meter. An einer mehrere Meter hohen Felswand lassen sich
die Schichten mit 45° / 50° NW einmessen. Ebenso wie im Valle Lumar findet man auch hier
die Folge von mikritischem Kalk (mudstone), Mergel, Hornstein. Einige Meter weiter bergauf
stößt man auf einen kleinen Teil sparitischen Kalk (grain supported Matrix). Dieser Kalk
läßt sich als Fossilschuttkalk bestimmen (Rudstone). In 1160 Meter wird das Anstehende
durch ein ungefähr acht Meter langes Schuttfeld überdeckt, darin findet man wiederum
Schuttkalk, der also auch weiter oben vorhanden sein muß. Diese Mischung von KMH und
Fossilschuttkalk findet man durchgehend bis zu einer Höhe von etwa 1250 Meter.
Unterschiede findet man hier nur in der Härte des Gesteins, die Mergelschichten sind
teilweise besonders hart, oder besonders spröde.
Von Beginn an beobachtet man ein immer flacheres Einfallen der Gesteinsschichten nach
Nord-West, das ab cirka 1180 Meter Höhe dann in ein steiler werdendes Einfallen nach
Süd-Ost übergeht. Hier durchläuft man also eine Mulde. Die Streichrichtung variiert in
diesem Abschnitt zwischen 0° und 45°.
Auf einer Höhe von 1180 Meter findet man rechter Hand eine Störung. Auf der linken Seite
des Baches befindet sich augenscheinlich ebenso Kalk, Mergel und Hornstein in starker
Bankung.
In etwa 1190 Meter tritt links und rechts vom Bach eine Falte auf, ebenso nochmals 20
Meter weiter oben. Man geht nun vorerst weiter aufwärts zum älteren Gestein. In 1250
Meter Höhe findet man wieder eine Fossilschuttbank. Streichen und Fallen betragen nun
90° / 40° S. Zehn Meter höher ist wieder eine leichte Falte zu sehen, eigentlich nur
eine kleine Welle im Gestein.
Der Weg macht eine Biegung nach Westen, überquert mit einer kleinen Brücke den Bach und
folgt den Höhenlinien nun ein Stück weit. Die Schichtung weist hier einen Wert von 70°
/ 50° S auf.
In 1280 Meter Höhe kann man KMH- und Fossilschuttkalkschichten noch einmal mit 65° /
25° S messen, kurz darauf wird das anstehende Gestein von Hangschutt bedeckt. 50 Meter
höher führt der Weg wieder über Anstehendes - Gesteinsart, Streichen und Fallen sind
gleich. Es folgt wieder Hangschutt und man findet anstehende Schichten erst wieder in 1370
Meter Höhe.
Hier handelt es nun nicht mehr um KMH sondern um mikritischen Lias-Plattenkalk. Mit Werten
von 60° / 85° N. Die Schichten stehen hier also überkippt an, oder man hat bereits
wieder einen Sattel überschritten. Von hier an bergauf führt der Weg bis zur verfallenen
Hütte der Malga Giu nur noch über die Wiese mit vereinzeltem Strauchbewuchs.

Das Profil beginnt an einer Spitzkehre der Zufahrtsstraße zur Bocca di
Trat auf einer Höhe von 1135 Meter. Der Profilweg folgt der Straße etwa 900 Meter
bergauf und zweigt dann in einen Forstweg ab. Von dort an führt der Weg leicht bergab bis
an die Moräne eines lokalen Minigletschers.
Zu Beginn findet man hellgrauen bis leicht gelblichen Dolomia Principale. Bei genauerem
Hinsehen erkennt man eine Bankung von 1 bis 1,5 Meter Mächtigkeit. Streichen und Fallen
weisen Werte um 45° / 60° N auf. Das Gestein stinkt teilweise, ist scharfkantig, ritzt
aber nicht und zeigt teil kieselige Klüfte. Man erkennt synsedimentär entstandene
Strukturen - sowohl runde wie auch eckige Einschlüsse (Intraklasten) und Fossilinhalte
wie Würmer, Schnecken und Stromatolithe (Algenrasen mit einer gelben Verwitterungsfarbe à Kalkalgen). Es handelt sich hier also um frühdiagenetischen
Hauptdolomit, der in Wassertiefen von 10 cm bis 20 m entstand. Hier ist kein Austausch der
Porenlösung mit dem Meerwasser mehr möglich gewesen. Halbverfestigtes
Kalkschlamm-Sediment wird von magnesiumreichen Wasser durchdrungen und bei einem
Magnesium-Calcium-Verhältnis von 10:1 bis 30:1 findet die Umkristallisation zu Dolomit
statt, wobei die Strukturen mehr oder weniger gut erhalten bleiben.
Weiter Richtung Osten sieht man eine zunehmende Zerrüttung des Gesteins, was bereits auf
die folgende Störung hinweist. Cirka 150 Meter des Anstehenden sind von Hangschutt
bedeckt, danach steht hellgrauer Majolica an. Es fehlen hier also mehrer Folgen der
Stratigraphie (siehe 2), also kann nur eine Störung mit sehr großem
Versatz vorliegen.
Im Folgenden steht sehr stark verfalteter Majolica an. Deutlich erkennt man die Bankung
von ca. 5 cm bis 50 cm und eine tektonische Falte. Bei dieser Faltenart wurde verfestigtes
Gestein im Schichtpaket gefaltet. Aufgrund der dabei unausweichlichen Dehn- und
Stauchvorgänge und resultierenden Brüche (sprödes Deformationsverhalten) des Gesteins
bilden sich die sogenannten Fiederklüfte, die man wegen ihrer calcitreichen Füllung nun
leicht als helle Fasern ausmacht. Unterstütz wurde die Faltung hier durch die vorhandenen
Mergellagen, die ein verrutschen der einzelnen Schichten gegeneinander erleichtern.
Bei Falten im Gestein unterscheidet man Faltenachse, Faltenachsenfläche und
Faltenschenkel. Die Achse verläuft längs des Faltenscheitels. Eine gedachte Fläche, in
der die Faltenachsen sämtlicher in einer Falte verbogenen Schichten liegen, ist die
Achsenfläche - im Idealfall ist sie eine Ebene. Der Winkel der beiden Schenkel einer
Falte heißt Öffnungswinkel. In unserem Fall handelt es sich um eine vergente Falte, das
heißt die Schichten fallen auf beiden Seiten der Falte unterschiedlich steil ein. Das
läßt auch die geneigte Achsenfläche erkennen
Ab dem Beginn des Forstweges sieht man weitere Faltungen und rasche Gesteinswechsel
zwischen Majolica, Selcifero, brekziertem Selcifero in Kalkmatrix und Selcifero. Die
Brekzie ist teilweise gerundet, was auf eine Resedimentation des Selcifero nach einem
Abgleiten in tiefere Bereiche des Majolica schließen läßt. Es handelt sich hier um
einen Olisthostrom.
Am östlichen Ende des Profils findet man unsortiertes Lockergestein mit Korngrößen der
Ton- bis Steinfraktion. Bei genauerem Hinsehen kann man auch gekritztes Geschiebe
entdecken. Es handelt sich hier um den Rücken einer Moräne, was einige Verwunderung
auslöst, da das Valle di Concei eigentlich als endemisches Tal gilt. Es handelt sich hier
aber um einen kleinen lokalen Gletscher aus der letzten Eiszeit.
Das Profil beginnt auf 740 m Höhe an der Zufahrtsstraße von Bezecca.
An den ersten Aufschlüssen bis auf gut 800 m Höhe findet man Ablagerungen aus dem
Quartär, also ca. 1,8 Mio. Jahre altes Gestein. Es handelt sich um Konglomereat, das
ursprünglich wohl von einem Wildbach hier abgelagert wurde. Die einzelnen Lagen sind
größtenteils noch schlecht verfestigt.
Bei cirka 900 Höhenmeter schließt sich Aufschlüsse mit Corna an. Dies ist eine
Wechsellagerung von Dolomit und mikritischem Kalk mit der typischen hell- bis dunkelgrauen
Eigenfarbe. Die Bänke sind zwischen 30 und 50 cm stark. Stellenweise unterbrechen 10 bis
20 cm mächtige Zwischenlagen den Corna. Man geht nun eine Zeit lang im Streichen der
Schichten, so daß vorerst kein Gesteinswechsel zu erkennen ist. Erst bei 995 m Höhe
liegt die nächste Gesteinsgrenze.
Von hier bis etwa 150 m höher findet man Dolomia Superiore, den man hier gut an seiner
sandigen Oberfläche erkennt. Die großen Porenräume begünstigen dieses Gestein als
Erdöllagerstätte.
Die nächste Gesteinsgrenze folgt bei 1150 m Höhe, man findet nun stinkenden, kalkigen
Dolomit. Dieser bituminöse Dolokalk ist dunkelgrau verwittert, hat aber eine hellere
Eigenfarbe.
Wenige Meter weiter folgt nun schon die nächste Grenze in der Gesteinsabfolge. Man findet
von nun an bis auf 1400 m Höhe nur noch eine Dolomit-Hornstein-Brekzie, die sowohl aus
gerundeten als auch aus eckigen Komponenten besteht.

Das Proil folgt dem Weg von der Malga Trat (Punkt A) vorbei an einem
Stall und einer Berghütte kurz in Richtung Westen und dann nach einer Kehre (Punkt B)
leicht bergauf weiter nach Nordost zum Schilderbaum auf der Bocca di Trat (Punkt C). Dort
schließt sich ein kleines Teilstück nach Norden an.
Auf Höhe der Malga Trat finden sich bankige Hornsteinlagen die stark verwittert sind und
eine schwarze bis braune Farbe haben. Ihnen folgt bis fast zur westlichen Kehre des Weges
Hangschutt, der nur von sehr geringmächtigen Hornsteinlagen durchbrochen wird. Kurz vor
der Kehre treffen wir noch auf gebankten Ammonitico Rosso. Dieser zieht sich ein gutes
Stück um die Kehre herum, wobei das unterschiedliche Streichen vor und nach der Kehre
eine Störung vermuten läßt, die dort durchschneidet.
Direkt folgt nun der Majolica der sich, von Hangschutt unterbrochen, auch nach einer
kurzen Dolomitschicht sehr mächtig fortsetzt. Bis zur Bocca di Trat bleibt es dann
wechselnd bei langen und kurzen Stücken von Majolica und Hangschutt.
Von der Bocca di Trat Richtung Norden erkennt man als erstes Dolomit, der gleich darauf
wieder lange von Hangschutt überlagert ist und dabei immer wieder nur in kurzen
Abschnitten ansteht. Kurz vor Ende des Profils, auf dem letzten flachen Wegstück folgt
die vierte und letzte Gesteinseinheit, der Calcare di Zu, Dolomit dann wieder im
Anschluß. Hier handelt es sich also scheinbar wieder um eine Störung.
Es ist zu anzumerken, daß der Hangschutt teilweise von sehr gering mächtigen, teilweise
nur im Zentimeterbereich liegenden Anstehendem unterbrochen wurde, dies aber in dem Profil
nicht gekenzeichnet wurde. Das Streichen in diesem Gebiet ist nicht einheitlich, sondern
differenziert stark, was die Vermutung auf eine Störung noch bekräftig. Auch etliche
bestehende Schichtlücken (kein Auftreten von Selcifero, Medolo) lassen eine Störung
vermuten.
